Wenn das Augenlicht versagt

Schulbesuch eines Blinden- und Sehbehindertenberaters an der Grundschule

 

 

Wie ist es möglich, Schach zu spielen, Rad zu fahren, die Uhrzeit festzustellen oder gar zu wissen, welche Farbe das getragene Kleidungsstück hat, wenn man blind ist? Antworten auf diese Fragen lieferte Marianne Pichlmeier am vergangenen Donnerstag bei ihrem Besuch an der Grundschule.  Lehrerin Simone Schuh hatte den Kontakt zustande gebracht und dem Thema des Heimat- und Sachunterrichts „Funktionsweise und Schutz des Auges“ damit Leben eingehaucht.

 

Als Vertreterin des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. mit Sitz in Regensburg konnte Frau Pichlmeier durch ihren engagierten Auftritt den Mädchen und Buben der dritten Klassen die anfängliche Unsicherheit im Umgang mit blinden Menschen nehmen. Berührungsängste waren schnell verflogen, die Neugier der Mädchen und Buben war stärker als eine vermeintliche Voreingenommenheit.  Darüber hinaus schaffte es die Referentin,  ein breites  Wissen zum Thema Sehbehinderung zu vermitteln.

Um einen tiefen Einblick in das Leben einer blinden Person zu erhalten, erzählte Frau Pichlmeier aus ihrem Alltag und zeigte den Schülern wie es ihr möglich ist, z.B. mit einfachen Mitteln Schach zu spielen. Spitzig zulaufende Spielfiguren und Vertiefungen auf dem Spielfeld fordern die besser ausgeprägten, noch vorhandenen weiteren Sinnesleistungen. Es mache Spaß, mit dem Tandem als Sozia  Rad zu fahren, natürlich am hinteren Sitz und  die Uhrzeit lässt sich feststellen, wenn man die Zeiger fühlt. Ein Gerät hilft  zu wissen, welche Farbe das getragene Kleidungsstück hat. Der Finger im Wasserglas gibt Auskunft, wie weit es bereits gefüllt ist. Die Drittklässler, die wissbegierig viele Fragen stellten,  waren fasziniert davon, diese interessanten Hilfsmittel blinder Personen kennenzulernen und selbst auszuprobieren. Als Fazit konnten sie durch diese Begegnung erfahren, dass trotz vieler Umstände für blinde Menschen ein beinahe normales Leben möglich ist.

 

 

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Der Stock ist für die meisten blinden Menschen das wichtigste Hilfsmittel.

 

 

Die Hand auf der Schulter unterstützt das Gehen ohne Gefahr vor Hindernissen.

 

 

Als „Blinder“ den Wasserstand im Glas feststellen war eine neue Erfahrung für die Schüler.

 

 

 

 

 

 

 

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